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Was du wirklich für ein PORTRAIT benötigst.


Wir gehen jetzt einmal davon aus, dass du schon einmal ein Foto gemacht hast. Du weißt also wie man den Auslöser von Handy oder Kamera betätigt. Das ist ja schon die halbe Miete.

Ich liebe es outdoor zu fotografieren, aber hey, es ist November und ich friere schon bei 20° +... also, du magst in deinem kleinen Zimmer ein Portrait von wem auch immer machen.

Los geht's.


Schaffe zuerst Platz zum arbeiten für dich und für dein Model.

Das Zimmer besitzt ein großes Fenster? Mega. Dann brauchst du wahrscheinlich nicht einmal extra Licht. Positioniere euch beide direkt vor das Fenster und zwar mit dem Gesicht vom Model Richtung Fenster. Theoretisch kannst du auch tolle Bilder genau anders herum zaubern, aber dazu gleich mehr.

Du stehst im besten Fall und dein Model sitzt. Die Perspektive von leicht oben ist immer dankbarer als die direkt in die Nasenlöcher.


Bei optimalem Licht probier einfach mal folgende Einstellungen im manuellen Modus deiner DSLR (solltest du ein Handy besitzen, teste einfach selbst ob und wie du die Einstellungen ändern kannst):


Belichtungszeit: 1/125 - 1/160. Weniger wird für dich schwer, ohne zu verwackeln. Sauf lieber doch nicht soviel vorher, dann könnte das noch gerade so gehen. PROST.

Blende: so weit offen wie möglich, bestenfalls 1.4 - 2.8, das gibt ein super schönes Bokeh und das bedeutet, ihr braucht nicht einmal aufräumen, denn man erkennt eh nichts mehr hinter dem Model. JEAH.

ISO: 100-400 (alles darüber schafft eine "normale" Kamera nur schwer, es sei denn, du stehst auf Bildrauschen, dann: GIB IHM.


So kann das dann aussehen.


Im Prinzip brauchst du dafür nicht einen einzigen Cent in die Hand nehmen, sofern du bereits eine Kamera oder ein recht ordentliches Handy besitzt. Kuhl, oder?


Ich hatte ja bereits angedeutet, dass das auch im Gegenlicht funktioniert.


Da solltest du aber die Einstellungen ändern, je nachdem, was für einen Effekt du erzielen möchtest.


Belichtungszeit: 1/125 - 1/160, eventuell auch viel höher. Je nachdem wie "dunkel" dein Objekt werden darf.

Blende: 1.4 - 2.8, aber jetzt kannst du auch rumprobieren. Blende 8 dürfte auch super werden, wenn dein ISO entsprechend höher wird.

ISO: 400-open end. Umso höher der ISO umso heller wird der Lichteinfall vom Fenster und umso krasser hervorgehoben wird dein Model.


An dieser Stelle mal ein Danke an meine Froindien ;-)


Wenn ich sage ihr könnt das, dann könnt ihr das. Es ist kein großes Hexenwerk.

Niemand haut euch, wenn ihr mehrere Versuche braucht. Oftmals habe ich VERSEHENTLICH die besten Bilder gemacht.


Also, was lernen wir daraus? Tolle Bilder brauchen fast nur eines: Kreativität und Mut. Keine 2000€ Kamera, kein krasses Equipment, keine unzähligen Stunden Photoshop.


Habt ihr Fragen? Her damit. Auch hier würde ich mich sehr freuen, wenn ihr mir eure Erfahrungen mitteilt oder mich auf euren Werken markiert.


Herzlichst, eure Suse.

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